Pflanzliche Hormone in Nahrungsergänzungsmitteln

- und was sie vermögen

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Pflanzliche Heilmittel bei Wechseljahrsbeschwerden

Der sanfte Weg ist oftmals wirksamer:

Wechseljahrsbeschwerden, die auf Hormonungleichgewicht beruhen, sind bei manchen Völkern dieser Erde nahezu unbekannt. Das liegt daran, dass der eventuelle Mangel auf ideale Art durch pflanzliche Hormone aus der täglichen Nahrung (Gemüse wie Soja, Yams)  ausgeglichen wird. Das zeigt sich auch durch die vielen neuen medizinischen Studien, die sich vermehrt der Wirkung von Pflanzenhormonen widmen.

Das sollte besonders für Frauen in den Wechseljahren ein Grund sein, viel frisches Gemüse und Getreide (siehe unten: Leinsamen) in den täglichen Speiseplan zu integrieren. Der Verzehr der ganzen Pflanze ist zudem der konzentrierten Form (Extrakte, z.B. in Kapseln) vorzuziehen, da die Pflanzen oft noch anderer Vitalstoffe (Enzyme, Flavonoide, Vitamine etc.) enthalten, welche die Aufnahme und Verarbeitung der Phytohormone optimieren.

 

Besonders in der Kombination liegt die Power. Diese sanften Heilpflanzen können gut kombiniert werden, weil sie synergetisch wirken, d.h. sich in Wirkung verstärken und so zu besseren Ergebnissen führen.

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Leinsamen

Der Leinsamen ist in seiner gesundheitlichen Wirkung vor allem bekannt für den hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren im Leinöl (dem ausgepressten Leinsamen). Inzwischen weiß man, dass das Leinöl sogar noch um einiges reicher ist an den wertvollen Omega-3-Fettsäuren als Fischöl.

Diese Omega-3-Fettsäuren wirken sich sehr wohltuend auf die Gesundheit des Herz-Kreislaufsystems aus, sie stärken die Adern und wirken Arteriosklerose entgegen, die sich ja bekanntlich bei Frauen gerade gegen Ende der Wechseljahre häuft. Leinöl stärkt die Zellmembran und wirkt als wichtiger Energiegeber für die Zellen. Auch die Leistungsfähigkeit des Gehirns, die Merk- und die Konzentrationsfähigkeit profitieren durch den verbesserten Energiestoffwechsel und die Zellgesundheit, was sich insbesondere bei der Vorbeugung vor Demenzerkrankungen und auch bei deren Behandlung sehr positiv auswirken soll. Und bei entzündlichen Gelenkerkrankungen wie Arthrose, oder auch diffusen Gelenkschmerzen, bringt die Nahrungsergänzung mit Leinöl (jeden Tag mindestens 1 Esslöffel, oder in den täglichen Speiseplan integriert) meistens schon nach kurzer Zeit beachtliche Erfolge.

Mindestens ebenso wichtig an dieser Stelle für Frauen in und nach den Wechseljahren ist der hohe Gehalt an pflanzlichen Östrogenen (den Lignanen) im Leinsamen. Das besondere an diesen hoch effektiven Pflanzenöstrogen ist, dass sie, egal ob durch Östrogenmangel oder durch Östrogenüberschuss verursachte Beschwerden in beiden Fällen ausgleichend auf den Hormonspiegel wirken.

Zu Beginn der Wechseljahre, wenn in der Regel zunächst erst einmal der Progesteronspiegel sinkt (weil öfters mal ein Eisprung ausfällt), schießt  der Östrogenspiegel nach oben, weil der Gegenspieler Progesteron fehlt. Der Östrogenüberschuss macht sich bei vielen Frauen durch Wassereinlagerungen, Anschwellen der Brüste, aber auch durch Zystenbildung, und Myomwachstum bemerkbar. Hier wirken sich die Lignane des Leinsamens senkend auf den Östrogenspiegel aus, weil sie eine schwächere Wirkung zeigen als die eigenen Östrogene und diese teilweise an den Rezeptoren verdrängen. Der Östrogenspiegel sinkt dabei auf ein normales Maß ab. Damit wird auch das in den Wechseljahren gefürchtete Brustkrebsrisiko gesenkt. Man weiß heute, dass ein Zuviel an Östrogenen im Körper sich ungünstig auf die Zellteilung und Zellwucherungen auswirkt. Gerade die Hormontherapie mit künstlichen (synthetischen und bio-identischen) Östrogenen hatte dies an den Tag gebracht.

Aber auch bei einem Mangel an Östrogen, wie er sich oft erst gegen Mitte bis Ende der Wechseljahre bemerkbar macht, bringt der Leinsamen eine starke Abhilfe. Die pflanzlichen Östrogene aus dem Leinsamen bedienen die Östrogenrezeptoren und lösen eine Östrogenwirkung aus, die zwar schwächer ist als die des körpereignen Östrogens, sich aber dennoch als ausbalancierend auf den Hormonspiegel bemerkbar macht. Durch Östrogenmangel hervorgerufene Wechseljahrsbeschwerden, wie Hitzewallungen, Fältchenbildungen an der Oberlippe, dünnere und schlaffere Haut, Dünnerwerdende Haare, trockene Schleimhäute, dünner werdende Scheidenschleimhat, instabiliere Knochen etc. werden dadurch erfolgreich abgemildert.

Damit zählen die Östrogene aus dem Leinsamen (die Lignane) neuerdings zu den am meisten beachteten Nahrungszusatzstoffen und haben den Phytoöstrogenen aus Sojabohnen schon lange den Rang abgelaufen. Mit jedem neuen Forschungsergebnis zeigt die Wissenschaft weitere spannende Eigenschaften der Leinsamen-Lignane auf.

Wichtig zu wissen:
Die Lignane befinden sich in den Leinsamenhüllen, also in geschrotetem Leinsamen oder im Leinmehl (aus dem Leinkuchen, dem entölten Leinsamen). Im Leinöl dagegen befinden sich die ebenfalls wertvollen Omega-3-Fettsäuren in beachtlicher Konzentration.

 

Anwendung: für Lignane am besten Leinmehl von hoher Qualität oder frisch gemahlene (geschrotete) Leinsamen. Ideal ist die Einnahme in Verbindung mit Leinöl, da hiermit der Zellschutz noch verstärkt wird.

 

Viele Infos über Leinsamen und Leinöl:

(klicken Sie hier)

www.leinoel-gesund.de

 

Soja

östrogenartige Wirkung, enthält große Mengen an Isoflavonen.

Anwendung: in der täglichen Ernährung als Sojamilch, Tofu, Sojakerne (z.B. geröstet) etc.

Soja als Therapieanwendung (z.B. Kapseln) ist inzwischen nicht unumstritten. Viele Menschen zeigen Unverträglichkeiten, und die gewünschte Wirkung tritt eher selten ein.
Man vermutet, dass gerade bei der positiven Wirkung von Soja gegen Wechseljahrsbeschwerden in Asien mehrere Substanzen zusammenarbeiten. Deshalb wird (wenn Soja gut vertragen wird) eher die Einnahme über die Ernährung empfohlen als konzentrierte Extrakte oder Pflanzenpulver in Kapseln (bei der Reinigung und weiteren Verarbeitung können zudem wichtige Substanzen verloren gehen oder verändert werden).
>> siehe dazu auch:
Sojaprodukte in der tägliche Ernährung

 

Rotklee

östrogenartige Wirkung. Rotklee gilt als eine reiche Quelle für Isoflavone (Phyto-Östrogene) in der Natur.

Anwendung: als Tee oder Pflanzenpulver in Kapseln

 

Hopfen (Humulus lupulus)

Zubereitungen aus frischen Hopfenzapfen wirken östrogen-ähnlich; dämpfen angeblich den Geschlechtstrieb von Männern und steigern die Libido bei Frauen.
Anwendung: Tee oder Pflanzenpulver in Kapseln

 

Salbei

Wirkt östrogenartig und schweißhemmend.

Anwendung: Tee und Pflanzenpulver Kapseln

 

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Ginseng (Panax Ginseng)

Allgemeines und sexuelles Tonikum mit leicht östrogenartiger Wirkung.
Anwendung: Extrakt in Kapseln

 

Süßholz

gehört zu den wissenschaftlich sehr gut untersuchten Pflanzen.

Es wirkt nicht nur östrogen, sondern hilft auch, das Östrogen-Progesteron-Verhältnis auszugleichen. Es ist zudem für seine antiallergische, antibakterielle und antikanzerogene (krebsvorbeugende) Wirkung bekannt.

Des weiteren unterstützt Süßholz die Nebennierenfunktion, was sich insbesondere bei Erschöpfungszuständen als sehr positiv auswirkt.

Anwendung Als Pulver, Kapseln oder als Extrakt (eingedickter Saft)

 

Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)

Wirkt gestagenartig
Anwendung: Tee

 

Mistel

soll progesteron-ähnlich wirken.

 

 

weitere pflanzliche Helfer:

 

- Tees aus Thymian oder Salbei (hilfreich bei Hitzewallungen)

- Johanniskraut

Johanniskraut wirkt gut gegen depressive Verstimmungen.
Allerdings sollte man es ausreichend hoch dosiert (mind. 850 mg Extrakt täglich) und bevorzugt in der "dunklen" Jahreszeit einnehmen, da Johanniskraut die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht.
Im Sommer sind Präparate mit Traubensilberkerze die bessere Wahl.

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