Der individuelle Hormonspiegel ist von Frau zu Frau unterschiedlich - darum gibt es auch keine ideale Standarddosierung. Jede Frau muss für sich feststellen, mit welchem Hormonspiegel sie sich am wohlsten fühlt. Danach ist eine Feinabstimmung angeraten.
Ideal ist es, wenn noch vor Beginn der Wechseljahre der individuelle Hormonspiegel gemessen wird; dann können später einfach die Hormone ergänzt werden, die fehlen. Allerdings ändern sich die Bedürfnisse auch mit den Jahren. Frauen haben in der postmenopausalen Zeit ein anderes Hormon-Wohlfühl-Level als vor den Wechseljahren.
Sollte man sich für eine Hormonbehandlung entscheiden, muss spätestens hier an erster Stelle der Therapie eine Analyse des Hormonspiegels stehen: Welche Hormone sind noch ausreichend vorhanden, welche müssen ergänzt werden?
Wichtig ist hierbei, die freien Hormone im Blut zu messen - die normalen Bluttests messen oftmals sowohl die freien als auch die gebundenen Hormone; das führt zu falschen Aussagen.
Einfache Tests stellen nur FSH (follikelstimulierendes Hormon) und LH (luteinisierendes Hormon) fest. Sie können zwar in etwa sagen, ob man sich bereits in den Wechseljahren befindet (und die Eireifung schon erschwerter vonstatten geht); aber sie liefern keine wirkliche Analyse über die tatsächlichen Hormonkonzentrationen, insbesondere nicht über den Östrogenspiegel.
Am aussagekräftigsten ist ein Test über die freien Anteile an Östrogen, Progesteron und Testosteron.
Nur 1 Test allein reicht dabei nicht aus, denn der Hormonspiegel schwankt sowohl nach Tageszeit als auch über verschiedene Zyklen hinweg. Man sollte mindestens 2 Tests durchführen lassen, und dies am besten jeweils zwischen dem 20. und 23. Zyklustag und jeweils am frühen Morgen.
Gut geeignet sind hierfür Speichel-Hormontests, die jede Frau selbst durchführen und anschließend an das Labor zur Auswertung weiterleiten kann. Sollte ein Bluttest durchgeführt werden, sollte man darauf bestehen, auch wirklich die freien Hormone testen zu lassen.
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